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Streptococcus equi subsp. zooepidemicus (Fohlenspätlähme)

Streptococcus equi subsp. zooepidemicus (kurz: Streptococcus zooepidemicus) spielt bei Nabel- und Wundinfektionen als Infektionserreger eine bedeutende Rolle.
Vor allem bei Fohlen und Jungpferden führen Infektionen mit Streptococcus zooepidemicus häufig zu respiratorischen Erkrankungen, der sogenannten Streptokokken-Pharyngitis und zu eitrigen Bronchopneumonien aber auch zu Allgemeinerkrankungen in Form der Fohlenspätlähme (klassische Fohlenlähme). Die Fohlenspätlähme ist eine Erkrankung, die vor allem innerhalb der 2.- 6. Lebenswoche auftritt und meist tödlich verläuft. Klinisch ist die Infektion mit Streptococcus zooepidemicus kaum von einer Infektion mit Streptococcus equi zu unterscheiden. Die Pferde zeigen Fieber bis zu 41°C, eitrigen und mit Futterpartikeln vermischten Nasenausfluss, feuchten Husten, Lymphknotenschwellungen und eine gestreckte Kopf- und Halshaltung. Präpartal kann der Erreger intrauterin und omphalogen übertragen werden, postpartal gelten der Nabelstumpf, die nasale oder orale Aufnahme des Erregers und die Aufnahme des Erregers über die Schleimhäute der Augen als Hauptübertragungswege. Bei adulten Tieren kann Streptococcus zooepidemicus insbesondere nach Übertragung des Keimes über den Deckakt zu entzündlichen Veränderungen der Genitalschleimhäute bis hin zu eitrigen Endometritiden führen. Streptococcus zooepidemicus induziert Aborte zwischen dem 6. und 9. Trächtigkeitsmonat und gelegentlich auch Totgeburten. Auch bei Mastitiden, Gastritiden sowie Epididymitiden bei Hengsten und im Zusammenhang mit Druse und Glomerulonephritis mit Nierenversagen wird Streptococcus zooepidemicus isoliert.
Der diagnostische Erregernachweis von Streptococcus equi subsp. zooepidemicus erfolgt sowohl über die bakteriologische Untersuchung als auch über die PCR, wobei mit Hilfe einer Multiplex-PCR direkt zwischen Streptococcus equi subsp. zooepidemicus und Streptococcus equi subsp. equi differenziert werden kann.