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Salmonella species

Salmonellen sind gramnegative, gerade Stäbchenbakterien mit einer Größe von 0,7-1,5 x 2-5 µm.
Die Gattung Salmonella zählt zu den wichtigsten Vertretern der Familie Enterobacteriaceae. Salmonellosen gehören zu den Zoonosen, d.h. es ist eine Übertragung vom Tier auf den Menschen möglich und umgekehrt.
Die Benennung der Salmonella Arten ist sehr komplex und hat sich im Laufe der Zeit häufig geändert. Heute unterscheidet man zwei Spezies, S. enterica und S. bongori,  innerhalb der Spezies S. enterica unterscheidet man zusätzlich  fünf Subspezies.

Spezies                                                       Subspezies
Salmonella enterica                                       enterica
                                                                  salamae
                                                                  arizonae
                                                                  diarizonae
                                                                  houtenae
                                                                  indica
Salmonella bongori

Zu 99,5 % gehören Salmonellen, die aus Infektionen beim Menschen und warmblütigen Tieren isoliert wurden, der Subspezies enterica an. Vertreter der Subspezies salamae und houtenae wurden aus Reptilien isoliert.
Innerhalb der Subspezies erfolgt die traditionelle Benennung der verschiedenen Serovare basierend auf dem Kauffmann-White Schema. Nach diesem Schema gibt es mehr als 2500 verschiedene Salmonella Serovare, die sich aufgrund des Vorkommens von unterschiedlichen O- und H-Antigenen unterscheiden. Die O-Antigene sind Bestandteil der Lipopolysaccharide (LPS) der Zellwand und die H-Antigene aus den Proteinbausteinen der Geißeln (Flagellen), mit denen sich die Salmonellen fortbewegen können. Zusätzlich verfügen einige Arten über ein Kapselantigen (= K-Antigen).
Salmonellen sind weltweit verbreitet und kommen ubiquitär vor. Sie können aus nahezu allen Wirbeltieren, aber auch aus verschiedenen Insekten isoliert werden.
Hierbei unterscheidet man wirtsadaptierte Serovare von nicht wirtsadaptierten Serovaren. So ist z.B. die Serovar S. Dublin an das Rind adaptiert, die Serovar S. Choleraesuis an das Schwein und die Serovar S. Abortusequi an das Pferd. Zu den nicht wirtsadaptierten Serovaren gehören z.B. S. Typhimurium und S. Enteritidis. Diese können i.d.R. sehr lange Zeit im Wirt persisitieren und werden häufig intermittierend ausgeschieden. S. Typhimurium ist die Serovar, die weltweit am häufigsten bei verschiedenen Spezies, einschließlich dem Menschen aus Probematerial bei Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes isoliert wird.
Die Infektion des Menschen mit Salmonellen erfolgt überwiegend durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Eier, Fleisch, Wurst und Rohmilch. Dabei können Lebensmittel primär durch eine Infektion des Lebensmittel liefernden Tieres kontaminiert sein oder sekundär bei der Ver- und Bearbeitung der Lebensmittel kontaminiert werden. Nur in sehr seltenen Fällen erfolgt eine Ansteckung des Menschen über den direkten Kontakt mit salmonellosekranken oder Salmonellen infizierten Tieren und weniger als 10% der Infektionen kommen durch eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch zustande.

Die beim Schwein vorkommenden Salmonellen lasen sich in zwei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe beinhaltet das wirstadaptierte Serovar S. Cholerasuis. In die zweite Gruppe fallen alle anderen beim Schwein isolierten Serovare, darunter auch S. Typhimurium und S. Enteritidis. S. Choleaesuis als wirtsadaptiertes Serovar spielt in Deutschland und Westeuropa keine Rolle, hat aber zum Beispiel in Nordamerika noch eine große Bedeutung.
Das häufigste Isolat beim Mastschwein ist S. Typhimurium. Die Übertragung der Salmonellen im Bestand von Tier zu Tier erfolgt meist auf fäko-oralem Weg und in der akuten Phase werden große Mengen Salmonellen (bis zu 107 KBE pro Gramm Kot) ausgeschieden. Aufgrund des ubiquitären Vorkommens von Salmonellen darf aber auch die Übertragung durch Nager und Insekten nicht außer Acht gelassen werden, so kann z.B. Mäusekot bis zu 105 KBE Salmonellen pro Gramm enthalten und somit Futtermittel und Tränkewasser kontaminieren. 

Problematik der Salmonellen Infektion beim Schlachtschwein 

Eine klinische Infektion mit S. Typhimurium spielt nur beim Ferkel eine Rolle, hier können Enteritiden beobachtet werden. Beim älteren Tier verläuft die Infektion dahingegen in der Regel symptomlos.
Zu einer verstärkten Ausscheidung von Salmonellen und gelegentlich auch zu einer klinischen Symptomatik bei älteren Tieren kann es durch die Einwirkung verschiedener Stressfaktoren kommen. So kann es beim Transport von Tieren zum Schlachthof zu vermehrter Salmonellenausscheidung und zur Kontamination der Umgebung kommen.

Diagnostik:
Kultureller (direkter) Erregernachweis:
Anzucht des Erregers auf Selektivmedien mit anschließender Serotypisierung in der Objekträgerschnellagglutination.
PCR-Nachweis nach Anreicherung:
Anreicherung und Aufreinigung der Salmonellen mit anschließendem PCR Nachweis über die Amplifikation Spezies und Serovar spezifischer DNA Abschnitte (Serovar Typhimurium und Enteritidis).
Serologischer (indirekter) Nachweis im ELISA:
Nachweis von Antikörpern gegen Salmonellen im indirekten ELISA-Verfahren.