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Canines Parvovirus Typ 2 (CPV-2, Parvovirose des Hundes)
Die Parvovirose des Hundes ist eine hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit, insbesondere von 2 - 16 Wochen alten Welpen. Ältere Hunde erkranken meist nur subklinisch. Das canine Parvovirus 2 (CVP-2) ist eng mit dem felinen Parvovirus (FPV, Erreger der Panleukopenie, Katzenseuche) verwandt. Der Erreger dringt über die Nasen- und Maulschleimhaut ein. Die Inkubationszeit beträgt 4 - 14 Tage. Meist beginnt die Erkrankung mit Fieber, verminderter Futteraufnahme und Teilnahmslosigkeit. Die ersten Anzeichen sind grün-gelbe, später blutige Durchfälle mit einem charakteristischen faulig-süßlichen Geruch, Erbrechen und einer Abnahme der Leukozyten. Der Durchfall entsteht durch die Zerstörung der Kryptepithelzellen und der daraus resultierenden Unfähigkeit die zerstörten Darmzottenspitzen zu ersetzen. Bei schweren Verlaufsformen kann nach 24 - 48 Stunden der Tod eintreten. Ein perakutes Versterben 2 bis 12 Wochen alter Hunde resultiert häufig aus einer Myokarditis. Diese führt dann zu einem Lungenödem und zum Herzversagen. Zur Fortpflanzung des Virus sind Zellen hoher Zellteilungsraten, wie z.B. Zellen des Darmepithels, des Knochenmarks und des Lymphsystems essentiell. Die Erregerausscheidung erfolgt, 3 Tage post inf. für ca. 2 Wochen über den Kot, möglicherweise auch über den Speichel. Der Erreger bleibt wegen seiner hohen Widerstandskraft bis zu einem Jahr bei Zimmertemperatur infektiös und kann über mit dem erkrankten Tier in Berührung gekommene Menschen oder Gegenstände übertragen werden. Nur spezielle Desinfektionsmittel können diesen widerstandsfähigen Erreger abtöten. Der Antigen-Nachweis erfolgt über eine Kotuntersuchung mittels ELISA.
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